Heimeya von oben

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1993 haben Herr Hanson und ich, das erste mal isländischen
Boden betreten. Wir sind (wohl nicht ganz typisch, aber als Student hat man ja Zeit) mit einem Segelboot dorthin
gesegelt. Und nehmen wir es ganz genau: Es war Heimeya (die Hauptinsel der
Westmänner-Inseln), die wir zu aller erst betraten.
Vor 40 Jahren war das die Insel, auf der ein erheblicher
Teil der isländischen Fischverarbeitung stattfand. Zu dieser Zeit war es noch nicht so verbreitet, dass der Fisch direkt an Bord verarbeitet wurde. 
Die Westmännerinseln liegen ca.
10 km südlich vor der isländischen Küste, sind im Jahr am längsten Eisfrei und
können somit am längsten von Schiffen angelaufen werden. 
1973 brach auf Heimeya der Vulkan Eldfell aus, der Lava-Strom
drohte den Hafen zuzuschütten Das wäre für die Bewohner der wirtschaftliche
Ruin gewesen. Ein paar pfiffigen Ingenieuren ist es zu verdanken, dass die Lava
mit Seewasser und riesen Pumpen rechtzeitig abgekühlt und der Lava-Strom ein wenig
umgelenkt werden konnte. Die Insel ist seit dem Ausbruch etwas größer und der
Hafen durch die „Lava-Aufschüttung“ viel geschützter als zuvor. 
Island hat uns nicht mehr losgelassen. Viele male sind wir
nun schon dort gewesen. Auch auf Heimeya waren wir wieder (mit drei unserer Kinder, aber ohne Segelboot). Mit dem vierten Kind hatten meine Freundin Maxi und ich 2009 auf dem Hinflug Glück:

Ich konnte aus dem Flugzeugfenster die Insel von oben fotografieren.
Danke Luzia Pimpinella, du und dein Wunsch heute Fotos von oben sehen zu wollen, haben mir ganz viel Text entlockt.
Es lont sich (in Reykjavík) im Volcano House den Film über den erzählten Vulkanausbruch an zu sehen.

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  1. Schönes Foto und schöne Geschichte dazu. Herr Holunder ist auch ein großer Islandfan, der die Insel zu Studentenzeiten umrundete.
    Liebe Grüße
    Andrea

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