Nähurlaub mit Nancy Crow

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 Reich an Eindrücken bin ich zurück und weiß nun: Es hat sich
gelohnt!

Seit mich Quilts interessieren, bin ich Fan von Nancy Crow
und ihren Schüler.
Nancy Crow ist eine amerikanische Textilkünstlerin, die die
moderne Quilt-Kunst der letzten Jahre geprägt hat. 
Ab und zu kommt sie für
Workshops nach Europa.
Ich junger Hüpfer war der Meinung, dass ich da hin müsse.
So fuhr ich also mal nicht an die See, sondern in die Berge. 
Um genauer zu sein, nach Falera in die Schweiz, wo auch im Sommer die Seilbahn in
Betrieb ist.
Ganz ehrlich, je näher die Abfahrt in die Schweiz rückte,
desto mutiger musste ich werden.
Zuerst war da Nancys lange Stoffeinkaufsliste, zu der eine
offizielle Einladung in die Schweiz kam, damit es am Zoll keine Probleme geben
sollte.
Dann der Gedanke, ob ich sprachlich mitkommen würde.
Die ganzen anderen Worst-Case-Gedanken will ich im Nachhinein gar
nicht aufzählen.
Das örtliche Gemeindezentrum „La Fermata“ stand für den
Workshop zur Verfügung.
Wunderbare Räumlichkeiten für das Näh-Höhentraining auf
1240m. 
Genäht werden konnte Tag und Nacht (der letzte musste abschließen).

Jedem standen zwei riesen Tische und eine große
Designwand zu Verfügung. 

Merke: Man nehme vier Konservendosen für eine
Schneidetischerhöhung.    

Ich gehörte zu den vier Beginners, die aus Frankreich, der
Schweiz und Deutschland kamen.
Der überwiegende Teil waren Master-Schüler, die uns Neue
ganz unkompliziert integriert haben (Danke, Thank you und Merci!). 
Am weitesten angereist war Kathy aus Neuseeland.
Von 9-12 und von 14-17 Uhr schärfte uns Nancy die Augen für
Formen, Linien, Flächen, Farben und deren Zusammenspiel, stellte Aufgaben und
reflektierte die angefertigten Arbeiten. Sie holte jeden Schüler dort ab, wo er
stand.
Der Kommunikations-Trick hieß Andy, der sprachlich
vermittelte.
Mein Mut, sich auf etwas Ungewisses einzulassen, wurde
belohnt. 
Von den Erfahrungen der Tage in der Schweiz werde ich noch eine Weile
zehren.

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